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Das hätte ich geschafft! Einer der schwersten Marathons für mich in diesem Jahr, der Karstadt-Marathon, ist gemeistert und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. In Erinnerung werden mir die schlechteste Streckenführung überhaupt, mit geschätzten zweitausend durchfahrenden Schlaglöchern, die miserable Organisation und Hektoliter Regenwasser, die mir durch Schuhe, Kugellager und Rennanzug geflossen sind, bleiben. Aber dafür habe ich den bisher besten Zug bei einem Marathon erwischt!

 

Vier "Wagons" des Düsseldorfer Expresszugs im Zielsprint


Schon im Vorfeld gab es nämlich Pläne, dass Rennen so weit wie möglich Vereinsintern, also als ein Blau-Gelber Zug, zu bestreiten. Entsprechend gnubbelten wir uns im relativ überschaubaren Starterfeld der lizenzierten Herren. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass es sich um ein Regenrennen handelt, drehte Petrus zum Start auch noch einmal ordentlich an der Wetterschraube. Skater und Wasser marsch hieß es dann mit 20 Minuten Verspätung.

Man ging es relativ locker an und nach dem ersten Kilometer hatte sich das Feld sortiert und wir hatten uns als Zug zusammengefunden. Hinten dran ein ewig langer Rattenschwanz von Skatern, die eigentlich kein Ticket für unsere Expressverbindung nach Essen gezogen hatten. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Führungsarbeit leisten musste, konnte ich mich bis Kilometer 10 relativ entspannen, immer wieder wachgerüttelt von Schlaglöchern, die auch mal alle 8 Rollen gleichzeitig in der Luft brachten. Kurz danach verließ ich meine Position am Ende des ersten Drittels und reihte mich weiter vorne ein. Die Strecke wurde nun etwas schneller und ich fand mich auch immer mal am Kopf der Gruppe wieder. Nach jeder Abfahrt und jedem schnelleren Abschnitte dünnte das Feld weiter aus. Ab der Hälfte des Rennens hatten wir einen reinen SD-Express-Zug. Alle “Schwarzfahrer” weg. Die Mitte der Strecke war geprägt von harten Anstiegen, flotten Abfahrten und schnellen Geraden auf denen wir, als halbwegs eingespieltes Team, ordentlich Tempo machen konnten. Einfach wunderbar!

Das letzte Drittel wurde dann allerdings zu einer Tortur. Kleinere und mitunter sehr steile Anstiege, Schlaglöcher, irrsinnige Schienenüberquerungen und Kurven ließen unsere Gruppe immer wieder auseinander reißen - und immer noch mehr Wasser von oben. Zusätzlich hatten wir noch eine Damengruppe neben uns, die nicht wirklich schneller aber auch nicht wirklich langsamer war. In einem günstigen Abschnitt konnten wir das Tempo so weit anziehen, dass wir einige Meter Luft zwischen uns und den Ladys brachten. Das alles brachte viel Unruhe rein und zerrte an Kraft und Nerven. Des Öfteren sorgte nur das eingreifen unseres Trainers dafür, dass wir uns nicht vollständig als Zug auflösten. Im letzten Abschnitt überholten wir auch immer wieder kleinere Gruppen von Skatern die der unmöglichen, schwierigen Strecke Tribut zollen mussten. Hier machte sich jetzt unsere gleichmäßige Fahrweise bezahlt, was nicht nur gut für die Motivation sondern auch für die Platzierung war! 

Eine der schwierigsten Stellen in diesem Abschnitt war eine Gefälle, was direkt nach einem Bremshügel in eine 90Grad Linkskurve endetet. Diese Kurve wurde nicht nur durch die Nässe erschwert, sondern zusätzlich noch dadurch, dass wir uns diese mit einer anderen Gruppe die wir gerade überholen wollten teilen mussten. Dort wartet nun ausgerechnet noch die Läuferprominenz in Form von Joey Kelly auf uns, der blindlings, aus einem Versorgungszelt heraus, die Straße kreuzen wollte. Einer der Skater küsste direkt den Boden auf dem der Star wandelte - das sicher nicht vor Begeisterung.

Ab KM 39 bis ins Ziel war nichts davon zu spüren, dass wie vom Veranstalter groß angepriesen, die lange Steigung am Ende weggefallen wäre. Zu diesem Zeitpunkt fingen die Muskeln langsam an zu brennen und die Steigung nahm und nahm kein Ende. Unsere Gruppe, die bis dahin super zusammen gefahren ist, zog sich jetzt immer weiter auseinander und ich hatte eigentlich nur noch im Kopf, dass es gleich vorbei ist. Wenn die Farben vor den Augen anfangen zu tanzen, dann rückt der Teamgedanke leider etwas in den Hintergrund. Einmal noch der klägliche Versuch, für den Fotografen an der Ziellinie eine besonders gute Figur zu machen und dann endlich geschafft. Zielzeit: 1.39.40

Auch wenn wir nicht als Blau-Gelbe Wand ins Ziel gekommen sind, haben wir alle eine, für diese Strecke und unter diesen Bedingungen, hervorragende Zeit hingelegt! Und das sogar sturzfrei. Strecke Flop, Team Top! Besser haben es, wie immer, nur unsere Damen gemacht. Der zweite und dritte Platz ging nach Düsseldorf. Persönlich war ich sogar zwei Minuten schneller als im letzten Jahr unter deutlich besseren Bedingungen. Was hätte das erst gegeben, wenn das Wetter mitgespielt hätte?!

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