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Gefühlt und von erhaltenen Informationen war ich schon mindestens 3-4 Mal in Le Mans. Da wurde erzählt, spekuliert, philosophiert, geträumt, geschwärmt und man glaubte… "Jetzt hab ich alles schon gesehen und gehört". Faktisch war 2009 mein erstes Jahr, in dem ich das 24h Rennen von Le Mans auf Rollen erleben durfte, und das Kopfkino wurde mehrfach vom realen Erlebnis übertroffen.


An sich begann es mit der Rollnacht am Donnerstag, nach deren Ende wir uns noch ca. 1 ½h Schlaf gönnten, um dann in aller Frühe nach Düsseldorf zu fahren.

Nachdem alle Speedies, Dusforisten und sonstige Mitfahrer eingetroffen waren, warteten wir nur noch auf unseren Bus. Wie all das Gepäck nun wirklich in den Bus gelangt ist, weiß ich nicht, aber es hat doch funktioniert. Säckeweise Nudeln, Bänke, Tische, Zelte waren verstaut und dann Problem Nummer 1: Eine Gepäckraumtür ließ sich nicht schließen. Dies war allerdings kein Problem, da die Le Mans Erfahrungsträger und -Veteranen natürlich für diesen Fall vorbereitet waren und kurzer Hand den Bus mittels Panzertape flickten.
Ich war zwar noch etwas skeptisch und hoffte, dass die Zentrifugalkraft kleiner als die Klebekraft des Tapes wäre, damit meine Rennpelle nicht als Schnuffeltuch eines französischen Mähdrescherfahrer endet, aber es ging alles gut.
An der belgischen Grenze wurde kurz der alt bekannte Busfahrer Dirk hinter dem Steuer verstaut, und dann ging es zügig weiter in die französische Weltmetropole.
Nach ein paar Umwegen und der Überlegung, wie denn die Straße an der Rennstrecke nun wirklich heißt (Böff? Boef? Rue de la Boeuf?), und wir nicht wirklich fragen wollten: „Où est la boeuf??“ (was wahrscheinlich mit einem Hinweis auf die zahlreichen Bauernhöfe geendet wäre), kam der berühmte Dunlophügel in Sicht, und das Quietschen, Grölen und Fiebern setzte ein. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war jeder einzelne Teilnehmer wohl angefixt und hibbelig.

Nachdem wir freudestrahlend am komplett leeren Campingplatz vorbei fuhren, kam die kleine Ernüchterung. Eine knapp 500 Meter lange Schlange aus Autos und Bussen, die auf den Einlass warteten.
Dies stellte sich allerdings nicht als Problem dar, da man ja schließlich auch zu Fuß einen geeigneten Platz für das Teamlager aussuchen konnte. (an dieser Stelle einen Hinweis an die nette TNS Dame: Man muss nicht zwingend schon um 7 Uhr morgens vor Ort sein und an der Tür kratzen. Trotz des netten Hinweises, dass ein zügiger Einlass zu Fuß unmöglich wäre, ließ man uns ein :D)
Bis auch der Bus vor Ort war, wurde ein riesiges Terrain abgesperrt, Zelte verteilt, aufgebaut, die lokale Wasserstelle samt Stromanschluss mit dem Leben verteidigt und die sanitären Einrichtungen mit Skepsis betrachet (hierbei der Hinweis, dass es wohl kaum ein besseres Oberschenkeltraining gibt, als regelmäßige Toilettengänge in Frankreich – gutes Gleichgewicht vorausgesetzt und zwingend erforderlich).

Der erste Abend kam, zwei anmutig wankende Grillkonstruktionen trotzten jedem im Physikbuch erläuterten Statikgesetz, ein paar Fläschchen wurden geleert und 98% aller Unterhaltungen drehten sich um ein Thema.

Dann läutete der strahlend blaue Himmel den ersten Renntag ein. Lange Warteschlangen wurden von den beiden Capitanos und der Box-Reservierungstruppe bezwungen, und der Franzosenweitwurf durfte in der Boxengasse ebenfalls trainiert werden. Ein paar Störenfriede muss es wohl immer geben.

Nun begann es also. Equipment wurde ausgepackt, es wurde geschwitzt, geschraubt, geputzt, geschwitzt, geölt, geschwitzt und die beiden Starter für das Qualifying auf die Strecke geschickt.
Von der Tribüne aus konnte man fabelhaft beobachten, wie unser Trainer Fränky die super Startposition 73 ersprintete, und Dusfori Daniel mit der Schnapszahlposition 222 in der Tasche wieder die Box ansteuerte.

Der legendäre Augenblick des Auftakts zu 24 Stunden Schweiß, Spaß und Rennfieber kam. An den Start gingen zwei Speedies. Silke für die Speedskater Düsseldorf und Fred für das Team Dusfor. Nach 2 glänzenden Runden (einmal unter 8 und einmal knapp über 8 Minuten), begann der Reigen des Wechselns. Meine erste Runde über den ca. 4,2km langen Parcours begann mit… einer verpassten Silke und dem Hinterherrennen wie Bello nach Herrchens Stöckchen. Peinlich, aber nicht weiter schlimm. Nun das Hügelchen zum Dunlophügel. Ok, kein Problem Dominik! Hast Du alles schon 1000 Mal gehört… Recht steil, recht hoch.. Gott, ist das weit, Gott ist das hoch. Danach schossen 8 Gyrorollen samt mir, noch etwas unsicher, das erste Mal durch die Abfahrt und damit kam auch der Spaß. Eine solide 8:35 Min, die ich noch öfter sehen sollte, trug mich ins Ziel. 
Alle bestritten erst einmal ihre Runde und danach wurde jeder zum Schichtarbeiter. Zusammen mit Seb und Jürgen trotzten wir den Temperaturen und übergaben das Rennen nach 2,5h an Andreas, Silke und Esther.

Auf Dusfor Seite herrschte leider ein anstrengenderes System. Hier wurde im 4 Stunden Rhythmus gewechselt, da dieses Team leider nur mit 8,5 Mitgliedern an den Start gehen konnte. Die 2. Schicht fuhr uns auf Rennposition 28, was uns in zaghafte Verzückung versetzte.



Bevor Fränky, Micha und Claus die 3. Schicht an uns übergaben, durchlebte ich so das für mich Schlimmste an Le Mans 2009. Aufstehen nach einem kurzen Schlaf und Anziehen einer Rennpelle, mit der man fabelhaft jegliche Form von Fliegen anlocken kann. Meine erste Runde begann fabelhaft. Ich fand nach dem Hügel, der von Unbekannten über Nacht aufgeschüttet wurde, einen tollen Windschatten, der mir zu einer schönen Zeit bei einem Aufwärm-Puls von 140 verhalf Smile Toll… mehr davon. Ok, mehr davon gab es dann nicht, aber dafür waren die Temperaturen sehr angenehm. Zwischenzeitlich machte ich beim Blick auf die Ergebnisse der anderen noch große Augen, da dort nicht wenige Runden mit einer 7 vor dem Komma thronten. Trotz zahlreicher Versuche blieb mir dies bis zum Rennende verwährt. Als Trost wurde ich aber damit belohnt, dass ich Uhrwerk spielen durfte, und jede Runde sich konstant im Umkreis von 8:30Min bewegte.

Unsere Platzierung verschlechterte sich noch einmal kurz in den 30er Bereich, was uns erst nicht verwunderte, wurde dann aber von unseren beiden Damen und Andreas wieder in den 20er Bereich verbessert. Fantastisch, dachte ich mir. Doch es kam noch besser. Fränky, Micha und Claus rannten wie die Teufel und verschafften uns Position 21 von 531. Mit dem oft erwiderten Blick aufs Klassement der direkten deutschen „Konkurrenz“ vom Class-Speedteam rollten sich letztendlich 9 tapfere Recken der Speedskater Düsseldorf, nach 3 zermürbenden Schlussrunden durch Micha, auf den genialen Platz 20.

Team Dusfor landete ebenfalls Freude strahlend auf Platz 123. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es ein traumhaftes, unvergessliches Rennen war, das man jedem nur empfehlen kann. Keine Unterhaltung, kein Foto, keine Schwärmerei vor dem Rennen kann das vermitteln, was man live miterlebt. Leider konnten Andrea und Julia nicht dabei sein.


Ich bedanke mich bei Seb, Silke, Andreas, Michael, Jürgen, Claus, Esther, Frank, Gerald, Dagmar, Katharina, Fred, Anja, Daniel, Stefan, Markus, Judith und unserem Busfahrer Dirk für ein tolles Wochenende.

 

Fotos

 

http://www.bildimpressionen.de/index.php?cmd=showalbum&event=212

http://www.bildimpressionen.de/index.php?cmd=showalbum&event=213

http://1zlife.com/blog/2009/06/24-heures-du-mans-2009/

http://patparlot.free.fr/menu.html

http://www.speedskater-duesseldorf.de/index.php?option=com_g2bridge&view=gallery&Itemid=40&g2_itemId=3757

http://www.skate-bine.de/images/LeMansSat/index.html

http://www.skate-bine.de/images/LeMansSun/index.html

24H Le Mans 2009- Frank Räckers Fotos

 

Videos

 

http://www.youtube.com/watch?v=QNkM3Ot1GTc

http://www.youtube.com/watch?v=sbl7wj4srzI

http://www.rollerenligne.com/fr/news.php?id=7647&pratique=0

http://www.vimeo.com/5495949

 

 

 

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