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05.09.09
Der Tag fing um 03:30 Uhr an. Aufstehen, waschen damit man was sieht, schnell nen Kaffee und ab zum Flughafen Düsseldorf. Christoph, mein Chauffeur, versucht mich während der Fahrt zu beruhigen, denn wie kann es anders sein: ich bin total aufgeregt! Dann eine riesen Schlange am CHECK-IN Air-Berlin. Sch..., das wird knapp. Ticket bekommen, einmal durchleuchtet. Natürlich waren die neugierig und wollten wissen, was ich da im Handgepäck bei mir habe. Schwer beeindruckt ließen die mich dann passieren. Dann 1 1/2 Stunden durch die Luft, sogar mit Boardservice. Nach einer holprigen und abrupten Landung ist das erste Ziel erreicht. Puh das hab ich schon mal geschafft.  Mein Abholservice war auch schon da. Taxi Dirk Hupe, der mit dem Auto in Italien war, holte mich am Flughafen ab und brachte mich zum Hotel. Puh, zweites Ziel erreicht. Nur eine schlechte Nachricht gab es. Die Nationaltrikots sind nicht vor Ort. Echt traurig. Jetzt ist es 10.15 Uhr und ich werde mal eine Sichtung machen. 24 Stunden noch bis zum Rennen.

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Masters Weltmeisterin AK30 im Marathon Silke Röhr

Der Ort Teolo, ein kleiner romantischer Fleck, auf einem Berg. Zauberhaft anstrengend für die vielen Radfahrer, von denen es hier nur so wimmelt. Zwei kleine Kirchen, ein Metzger, eine Gelatteria, ein Cafe, Spar, Post, Bank und Pizzerien. Während ich so durch die Sonne schlendere, kommen die ersten Konkurrenten an. Gleich drei Autos aus Österreich. Reichlich beflaggt im Autokorso, im Rennanzug, quasi zum Start bereit. Mein Adrenalin steigt schon wieder. Morgen hab ich bestimmt keins mehr... Jetzt heißt es, noch etwas Zeit- tot -schlagen, bis der Rest da ist. Dann geht es auf , zur Streckenbesichtigung und zur Startnummernabholung. Die Strecke, 40 km auf einem Rundkurs a 8 km. Zum Abendessen natürlich Pasta/Paste e basta. Wir sind schließlich in Bella Italia. MamaMia lecker.

06.09.09
05:45 Uhr der Wecker. ÄÄH ich will noch schlafen. Aber da Gabi Breunig mein Taxi zum Start ist, muß ich mit. Die AK40 startet schon um 08:30 Uhr, danach die AK 50-70. Die AK 30 wird erst ab 10:00 Uhr gestartet. Ich werde immer nervöser. 10:03 Uhr und Schuss. Auf geht's zum Medallien fangen. Am Start alte Bekannte vom letzten Jahr European Masters in Gera.Teuling, Eisenhut, Zellweger, Heinz-Gerten. Dazu noch mir unbekannte Italienerinnen und eine Finnin. Wie gut sind die dieses Jahr? Nach 2 Runden waren wir nur noch zu fünft. Den Rest haben wir durch viele Attacken abgeschüttelt. Dann immer die Spielchen der Schweizer Garde, eine reißt aus und die andere versucht den Rest auszubremsen. Aber wirklich gefährlich war es nie. Ich konnte nie abwarten und spurtete direkt hinter her. ÄTSCH, eingeholt.

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Die letzten Meter bis zum Titel

Dann in der dritten Runde wieder ein scharfer Ausreißversuch. Ich kann noch mitgehen, Teuling und Eisenhut  sind weg. Sensationell wir sind nur noch zu dritt.So wäre mir Bronze sicher. Danach wurde es auch wieder gemütlicher. Keine scharfen Attacken mehr. Dann die letzte Kurve. Noch 1Km bis zum Ziel....Nix passiert. Wir kullern nebeneinander und umeinander rum. Keiner will nach vorne gehen. Leichte Linkskurve und noch ca. 500 m bis zum Ziel . Jetzt kommt meine Stunde. Zu verlieren hab ich ja nichts. Ein Edelmetall ist mir ja sicher. Flucht nach vorne! Ich setzte zum Schlusssprint an. Im Kopf immer die Worte von Christoph: Kurze explosive Schritte, kurze explosive Schritte. Musste ich ja bis zum erbrechen trainieren.;-) Doch ich habe das Gefühl, die kommen immer näher. Ich hole das letzte aus mir raus. Jetzt bin ich dran. Hinten anstellen. Und da war die Ziellinie.

JAAAAAAAAAAA, ich habs geschafft. Ich bin Weltmeisterin der AK 30. Das gibt es ja gar nicht. Gold, Gold, Gold für die Speedskater Düsseldorf. Deutschland schlief ja noch. Ich kann es nicht fassen. Ich schreie und heule. Das ist ein tolles Gefühl.

Bei der Siegerehrung dann noch mal Gänsehaut. Ich stehe auf dem Treppchen und die Nationalhymne wird gespielt. Einfach geil. Nach einem entspannten Nachmittag geht es dann zum Flughafen.

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Io sono il campione del mondo

Flug nach Düsseldorf
Nichts ahnend schnappe ich mir am Gepäckband meinen Trolly und denke noch so, jetzt gehts schnell Heim und ins Bett. Dann geht die Schiebetür auf und was seh ich da? Nicht nur Christoph, sondern auch meine Eltern, meine Schwester und viele Düsseldorfer Speedskater empfangen mich im Flughafen. Bewaffnet mit Flaggen, Banner, Tröten und Puscheln, grölen und lachen sie mir entgegen. Ich bin total platt. Was für eine Überraschung. Ich kann es nicht fassen. Alles nur für mich. Vielen , vielen, vielen Dank.

 

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