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Das sind jetzt nur mal ein paar der Schlagworte die uns durch das Marathonweekend in Berlin begleiteten. Es war mal wieder ein phantastisches Erlebnis bei schönstem Sommerwetter (ok, der Ostwind hätte vllt. nicht sein müssen ;-))

Ich selbst konnte 2008 nicht mitrollen und so war die Vorfreude diesmal um so größer als ich Freitag mit Esther, Silke und Andreas im Auto gen Berlin fuhr. Glücklicherweise kamen wir ohne jeden Stau gegen 14 Uhr in der Hauptstadt an und machten uns nach dem Einchecken  im Hotel umgehend auf Richtung Marathon-Messe, am ehemaligen Flughafen Tempelhof. Die Location ist einfach super! Sicher spielte auch das Wetter mit aber man konnte auf dem Flugfeld nach Herzenslust skaten (insbesondere auch Skates testen) und das Staffel-Showrace der World Inline Cup Fahrerinnen und Fahrer war allein schon das Kommen wert.

 

zieleinlauf berlin

Wer findet Christian und unsere Mädels? ;-)  c: Zuzana Wagnerova

Abends traf sich dann ein größeres Gruppchen von uns zum Carbo- und Weizenbierloading und nach gut durchschlafener Nacht (tolle Sache diese Ohropax ;-)) und genialem Frühstück setze die Vorfreude wieder ein. Während mein Zimmernachbar Spider zunehmend nervöser wurde und grübelte ob Block A jetzt positiv oder doch eher negativ ist, musste ich mir als Experts in Speed Guide einer 1:39er Zielzeitgruppe darüber zum Glück keine Gedanken machen und einfach mal hinnehmen aus Block D zu starten. Genauer gesagt vom Ende von Block D, so dass wir erst einmal alle Heisssporne losjagen lassen konnten, um dann ganz in Ruhe unseren Zug aufzumachen und schön gleichmäßig Richtung Ziel zu skaten...allerdings kam der Veranstalter dann doch auf die Idee Block D und E gemeinsam loszuschicken, so dass es letztendlich auch wieder genau so eng war wie im B oder C Block. Trotzdem hatte ich einen Spaß wie eigentlich bei noch keinem Skaterennen zuvor. Diesmal passte einfach alles, die Gruppe, das Wetter, die Zuschauer und alles zusammen sorgte dafür, dass wir unsere Zielzeit sogar unterboten. Sicher nicht das sportliche Highlight dieses Weekends aber für mich eben das emotionalste und schönste. Sportlich herausragend natürlich die Leistungen unserer Skaterinnen und Skater aus dem ominösen Block A! Unsere Jungs waren stolz wie Oskar und Ihr werdet noch lange von Karsten, Andreas und Michael hören wie es war unmittelbar hinter Luca, Yann und Massimiliano zu stehen und zu starten ;-)  Ergebnisse sucht Euch übrigens bitte selbst aus der Ergebnisliste, hier alles aufzuführen würde einfach den Rahmen sprengen. Im Damen Elite-Block waren wir sogar mit 6 Frauen (Silke&Silke, Esther, Karolina, Zuzana und Helene) vertreten und hier waren die Ziele vorher eigentlich auch vergleichsweise klein, sagen wir mal Rollenbreite klein...“es würde doch reichen am Ende einmal die Rolle vor Cecilia über die Linie zu bringen“ ;-) na ja, ganz ist es nicht dazu gekommen und leider gab es auch 2 Stürze zu verzeichnen. Esther und Karolina mussten recht früh zu Boden, dramatisches ist letztendlich auch nicht passiert, 2 Anzüge sind kaputt  und Esther zierte abends ein modisches Nasenpflaster, das allerdings auch gut mit ihrem Armverband harmonierte und  sicher auch Trends im  Accessoire Bereich für 2010 setzen wird. Apropos kaputt...da zwickte schon vorher (und erst recht nachher) so man(n)che Wade und Rücken hat auch nicht nur Horst Schlämmer.  Was hilft dagegen? Rischtisch...abzappeln...so ging es dann abends auf die After Skate Party und auch hier hatten wir mit Zuzana, Sabine, Esther, Bruce, Jochen und dem Trainer einige gute Leute im A-Block auf der Tanzfläche ;-) Die Location war eigentlich ganz cool aber ging über mehrere Etagen und es war doch ziemlich laut und chillige Ecken gab es weniger, so dass es eher nur was für die Tanzbären war...also ich fands nett ;-)
Nach kurzer Nacht folgte dann zum Frühstück der Lauf-Marathon, der direkt an unserem Hotel vorbei führte. Immer wieder ein Erlebnis wie erst ein paar vereinzelte Läufer vorbeikommen und man irgendwann als Zuschauer Angst bekommt auch auf dem Gehweg von den Läufermassen überrannt zu werden. Danach noch mal schön Richtung Ziel gebummelt, den Zieleinlauf von Haile Gebrselassie bewundert, noch einen Freund am Potsdamer Platz angefeuert und dann ging es nachmittags zurück. Leider diesmal ziemlich in den Stau. Aber egal, das weekend war einfach zu schön und irgendwie denkt man jetzt schon: 2010 Berlin Marathon, das wär doch wieder eine Reise wert....

Dominik hat seine Eindrücke und seine Aufgabe, sich eine Zeit für den Ersten Block in Köln zu erarbeiten ebenfalls sehr lesenwert geschildert:

Real Berlin Marathon 2009 - oder wie komme ich in den Speedblock…

Vor einiger Zeit, um genau zu sein vor einem Jahr, stand ich am Start des Real Berlin Marathon 2008. Gänsehaut, ein wenig Panik, aber dennoch begeistert. Wie immer bei mir, heißt es beim ersten Marathon einer Stadt immer: Ankommen… Zeit egal…
Ok, die Zeit war nicht ganz egal, aber ich war mit meiner 1:25 zufrieden.
Das Jahr verging, das nächste kam und somit auch die nächsten Rennen. Dummerweise gab es für mich auch keine schnellen Marathons mehr, die mir irgendwelche netten Zeiten hätten bescheren können. Als Resultat teilte mir das Kölner Marathon Info Team mit, dass ich durch meine imposante Bestzeit in den gelben Block dürfte. Die Freude war groß. Doch wo sind die anderen? Rot? Wie Rot?? Was isn das? Abermals half mir das Infoteam in der Not und klärte mich auf.  1:20 Gelb - Fitnessblock.
Ah so.. mmm… doof.

So wurden 2 Missionen geboren.

Die erste, wie immer, die Vorjahreszeit unterbieten. 1:25h… mm müsste drin sein, aber halt! Das bringt mir nichts.

Mission 2:
1:20 knacken und mit dem Rest in den roten Kölner Block.
Also gings los. Ab in den ICE, Zimmer im Prenzlauer Berg bezogen, Pasta reingeschaufelt, geschlafen, Frühstück reingeschaufelt, Rennpelle angezogen, in die S-Bahn gestiegen. Nein… nicht ganz. Die S-Bahnen sind ja alle im Reparaturbahnhof. Glänzend. Wie komme ich nun hier weg? Also latschen latschen latschen zur Ubahn und irgendwann entnervt ankommen.
Da stand ich nun wieder. Gänsehaut, ein wenig Panik aber dennoch begeistert.
Die Düsseldorfer Speedies haben sich ein wenig über die knapp 8000 Teilnehmer verteilt. Micha, Andreas, Karsten, Esther, Helene (für die Möpse), Zuzana und die beiden Silkes wollten meiner Mission nicht "im Weg stehen" und wichen in den A-Block aus. Wow… mit Baena, Rosero und Konsorten im Block stehen. Wenn ich groß bin, will ich da auch hin :
Zu mir gesellten sich Jochen und Claus in den B-Block, sowie mehrere hundert andere zu einer riesigen PRESSwurst.
Im Block C fanden sich noch Christian und Seb ein. In den hinteren Blöcken noch Sabine, die beiden Rainers und (bitte ergänzen Smile

5…4…3…2…1… Unsere Speedladies schossen über den Asphalt. Mein Puls übersteigt die 110 Schläge pro Minute.
5…4…3…2…1… Andreas, Karsten und Micha legen wieder ihre "Gesichter des Grauens" auf und stürzen los. Mein Puls… was interessiert mich mein Puls… nun muss ich los.
3…2…1… Projekt 1:20h startet. Die erste große SkaterWAND prescht los. Nach 20 Metern direkt ein Schock. Vor mir stürzt ein Skater direkt auf den Bordstein. Selber Glück gehabt, aber ich hoffe es geht ihm gut. Nach 100 Metern wieder ein Sturz und ein weiterer… Oh man, hier haben wohl noch mehrere ein Projekt vor Augen.
Siegessäule, Kreisverkehr und weiter Tempo … Jochen? Claus? Keine Ahnung wo die sind.
Nach ein paar Kilometern und weiteren Stürzen in der Umgebung haben sich 2 endlos lange Züge mit mehreren Splittern in der Mitte gebildet. Ich selber versuche mich immer weiter durch die Mitte zu kämpfen. Dann sehe ich vorne Jochen im Zug. Ok… weiter sprinten und erstmal hinter ihn. Bei ihm weiß ich, dass er nicht so wild um sich tritt. Am Straßenrand ruft eine Blau-Gelbe-Speedies Jacke unsere Namen. Ok, um Katharina zu winken finden wir beide noch Zeit :
Weiter…eine kleine Steigung…der Puls beruhigt sich wieder um ein paar Schläge doch dann kommt nach dem schnellen Stück Alt Moabit der Hauptbahnhof. Engpass, wieder Stürze. Die Züge werden zur Wolke und wechseln in diesen zwei Formen ständig. Irgendwann bin ich vor Jochen, kann aber nicht mehr darauf achten wo er sich befindet, da sich die Engpässe häufen.
Dann ein Massensturz. Ein Skater fährt in ein Baustellenhütchen und landet. Mit ihm kegelförmig ca. 15 weitere. Wieder Glück gehabt.
Mittlerweile wird das Feld ruhiger, aber das Tempo durchaus schneller. Ok, stört mich nicht sonderlich, da ich mich wirklich gut fühle. Habe einen Skater gefunden, der genau meinen Schritt fährt, also kann ich mich wunderbar auf den Abdruck konzentrieren. Km 20, Km 25… die Züge sind mittlerweile auf 10 Mann geschrumpft und haben größere Lücken. Soll ich nach vorne durchstarten? Kriege ich den Zug? Ruhig bleiben, wird schon.
Km 30. Mist.. was passiert hier… wir sind nur noch zu 7. und nachdem der vordere aus dem Wind ging, verloren wir drastisch an Tempo. Hey hey hey.. was geht denn hier? Zwei andere eingebrochen, gehen auch aus dem Wind. Ok… mein Vordermann, der ja so gut meinen Schritt fährt ist, oder nein.. wäre dran. Aber was macht der? Winkt mich durch? Na ok, ich fühle mich gut und ziehe das Tempo wieder an.  Das Spiel wiederholt sich. Drei Leute gehen einfach nicht in den Wind. Und wir sind nur noch zu fünft, wobei zwei Leute arbeiten. Ok, weiter vorne ich ein Dreiergrüppchen. Ich reiße aus(man, dass ich das nochmal sage) und erreiche die drei. Mein Zug holt mich nach zwei Minuten ein, da das Dreiergrüppchen auch auf den Zahnfleisch lief. Ach komisch, auf einmal konnten die Jungs hinter mir wieder? Saubande…
Km37… Das Spielchen ging weiter, 3 von 8 arbeiten. Km 40. Ich bin stinksauer, aber so ists nunmal. Warum soll ich sowas nicht auch erleben. Ich kann förmlich riechen, dass meine faulen Freunde nach dem Brandenburger Tor auf einmal rennen können wie drei lustige Elfen.  Km 41. Wie ist die Zeit… scheiß auf die Zeit. Das zieht ihr nicht durch!
Da ist das Tor. Bleib ruhig Dominik. Nicht noch so ne Sache wie in Bielefeld. 500 Meter sind laaaaang.
Durchs Tor… Ich sehe das Ziel… 300 Meter… ich bin an dritter Position. 200 Meter… Was sehe ich da? Freund Fußkrank kann auf einmal rennen…

Ok jetzt oder nie. Fußkrank geht rechts raus, ich links. Vor uns noch einzelne Skater.
Kräftig und lang abdrücken.  Ich kann Fränky förmlich noch in meinen Ohren schreien hören. Komm komm komm komm… Fußkrank bricht ein.  Überall Menschen. Der Zielbogen. Ja ja ja… vor mir noch ein Skater und da ist die Matte.

Um Rollenbreite den nächsten vor mir noch eingeholt.
Geil… mein erster gewonnener Zielsprint. Kein wirklich relevanter, aber für mich war es ein absolut geniales Erlebnis.
Dann die Sekunde der Entscheidung. Was machen Projekt 1 und 2?
GPS sagt… WAS? Nur 40,1km gemessen? Aber… Erlösung, Freude, Jubel… 40,1km und 1:12… das muss dann irgendwas mit 1:16 oder 1:17 sein.

Ich bin absolut erleichtert und freue mich wie ein kleines Kind. Vorjahr geknackt, 1:20 geknackt und das Endergebnis heißt: 1:17:47…
Für mich das Erfolgserlebnis schlechthin (wenn ich vom Oneeleven absehe, aber das kann ich damit nicht vergleichen). Gesetzte Ziele erreicht, Sprint gewonnen und viel Spaß gehabt.
Ein tolles Rennen, leider viele Stürze zu beklagen. Darunter auch Esther, der es aber Gott sei Dank wieder gut geht.
Unsere A-Blöckler haben geniale Zeiten hingelegt, Jochen und Claus kamen auch kurz nach mir ins Ziel und der Rest der Speedies ist bis auf kleine Verletzungen heil ins Ziel gekommen. Es war sicher für jeden wieder ein Erlebnis. Ob positiv oder negativ wird vielleicht noch berichtet, für mich was es aber durchweg positiv.

 

 

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