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Mit Silke Zimmermann, Silke Röhr und Andreas Lichtenstein machten sich wieder 3 Büttgener Starter auf die Reise zu einer WM. Zu Platz 7,8 und 12 reichte es in der „Wertung“ einer skandalösen Weltmeisterschaft im italienischen L'Aquila. "Wertung" deshalb, weil es vor Ort sehr unterschiedliche Auffassungen der Wahrheit gab. Erstens, die offizielle Ergebnisliste, zweitens die Siegerehrungen, drittens die Wahrnehmung der Sportler selbst.

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Schon im Vorfeld gab es nur wenige verlässliche Informationen. Ein Marathon auf einem Stadtkurs von 3 KM Länge hieß es auf der homepage des Veranstalters. Vor Ort zeigte sich dann, dass der Rundkurs nur 2,18KM hatte. Auf Nachfrage wurde am Vorabend mitgeteilt, dass 19 Runden = 41,4KM zu fahren sind. Dies wurde auch morgens im Startblock nochmals bestätigt.

Gestartet wurde morgens um 9h00 – naja, es wurde dann 9h30 – Junioren (M), Aktive (M), AK30 (M+W), AK50 (M+W), jeweils im Abstand von 20 Sekunden. Um 11h30 wurde dann das Rennen für Junioren (W), Aktive (W), AK40 (M+W), AK60 (M+W) und AK70 (M+W) gestartet. In beiden Rennen vermischten sich die Felder früh und die Schiedsrichter unternahmen nur sehr halbherzige Versuche diese zu trennen. Insbesondere die italienischen Junioren und Aktive mischten sich fröhlich ins Feld und fuhren sichtbar für ihre italienischen Masters-Starter Attacken oder aber die Löcher zu. Es machte sehr den Eindruck, als wäre dies geradezu ihre Bestimmung in diesem Rennen.

Es gab für alle nur einen Rundenzähler – für wen auch immer der galt und wann auch immer der umgeblättert wurde. Selber zählen oder GPS waren angesagt. Dies wäre kein Problem gewesen, wenn denn nicht im Feld fahrende Schiedsrichter anderer Meinung waren. Die ersten Sprints gab es folglich in Runde 18. Wer allerdings hier jubelte, jubelte zu früh. Silke, Silke und Andreas sprinteten alle in Runde 19 – dies entsprach nicht nur den Ansagen, sondern wurde auch während der letzten Runde nochmals von Moto-Schiedsrichtern bestätigt. Leider stellte sich auch dies als falsch heraus, wurde nach Ende des Zielsprints die Aufforderung eine weitere Runde zu fahren ausgesprochen.

Nach Wahrnehmung der Sportler reichte es für Silke Zimmermann für Platz 5, Silke Röhr für 6 und Andreas Lichtenstein ebenfalls für Platz 5 oder 6. Gewertet wurden sie dann eben nach (20 Runden) weiter hinten. Ein wenig ärgerlich, aber eben nur ein wenig. Viel härter getroffen hat es zum Beispiel den Neuseeländer Brett McCormack der im AK50 Rennen nach erfolgreichem Ausreißen und langer Solofahrt als Sieger nach 19 Runden das Rennen beendete, aber nicht gewertet wurde. „Gewonnen“ hat hier ein Italiener im dritten Sprint nach 20 Runden. „Mit etwas Abstand betrachtet bin ich froh, dass nach 20 Runden endlich ein Italiener vorne war“ schmunzelte Andreas nach dem Rennen. „Wer weiß wie lange die uns noch hätten fahren lassen, um einen Italiener aufs Podest zu bekommen. 43,6KM hatte der Marathon ja mittlerweile...“

Ähnliche Unregelmäßigkeiten gab es in der AK40 der Damen (eine Italienerin, die definitiv nicht auf den Podestplätzen war, wurde mit Silber geehrt, eine Französin ihrer Medaille beraubt). Buh-Rufe während der „Zeremonie“ und eine falsche deutsche Nationalhymne rundeten das schlechte Bild der Ausrichter ab. Auch die AK30 und AK70 Herren sowie AK50 und AK60 Damen Medaillen wurden angezweifelt und auf der Bühne diskutiert. Selbst schriftliche Proteste wurden ignoriert. Einsicht in Chip-Daten gab es nicht und Zielvideos waren - schwuppdiwupp - nicht vorhanden oder verloren.

Selbst einige italienische Sportler äußerten klar ihren Unmut über die Manipulationen und zeigten offen ihre Scham für das Verhalten ihrer italienischen Ausrichter. Einige versuchten selbst bei den Protesten zu helfen - vergeblich.

Drei deutsche Weltmeister gab es trotzdem zu feiern. Claudia Pechstein und Tjard Kopka – beide AK40 – setzten sich während des Rennens ab und ließen den Ausrichtern durch ihre lange Solofahrt und ihre Vorsicht 20 Runden zu fahren keine Chance zur Manipulation. Marius Wittke – AK60 – siegte im Sprint gegen den Italiener Giuseppe Presti. Wie konnte den Ausrichtern das passieren !?

„Wirklich sehr schade, denn Italien ist ein tolles Land“ stimmten unsere 3 WM-Starter überein. Ob sie nochmal an einem internationalen Wettbewerb in Italien teilnehmen wollen bleibt zu bezweifeln.

Die offizielle Wertung des Rennens gibt es hier :
http://www2.fihp.org/corsa/rrunn/2017/257196/RW00001.3/index.htm

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