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Am 01.06.08 traf sich die deutsche Speedskating Elite in Duisburg, um im Rahmen des Rhein-Ruhr-Marathons ihre deutschen Meister zu ermitteln.
Das ist kein Rennen wie jedes andere, schon die Einteilung des Lizenzblocks in die jeweiligen Altersklassen und das Abspielen der Nationalhymne zeigen an, hier geht es um etwas Besonderes!
Durch die Aufteilung in AK-Blocks ergeben sich naturgemäß relativ kleine Startfelder und das Risiko schnell mal den Anschluss an seine Gruppe zu verlieren ist recht groß, andererseits besteht so aber auch die Möglichkeit, fix eine überschaubare und homogene Gruppe zu erwischen. Allen die sich diesen Stress nicht antun wollten stand allerdings auch die Möglichkeit offen im Breitensportblock auf die durchaus anspruchsvolle Strecke zu gehen.

Volle Zuversicht vor dem Start

Wir fühlen uns top... Foto: © Picknicker

 

Einige heiße Eisen hatten auch wir im Feuer, insbesondere in der AK30/40/50 der Frauen aber natürlich auch bei den Männern mit dem AK30 Vizemeister des Jahres 2006, Alex Mier. Hier jetzt die Ergebnisse:

In der Aktivenklasse der Damen kam es zu einem gelungenen Ausreißversuch einer 4er Gruppe und so mussten Karo (11. in 1:22:57), Eva (13. in 1:23:06) und Simone (15. in 1:30:35) schon relativ früh die spätere Siegerin Sabine Berg aus Gera (1:18:22) ziehen lassen.
Bei den Herren sicherte sich Bernhard Krempel (Regensburg) in 1:09:35 den Titel, Andi kam in 1:14:21 auf Platz 17.

Fest in nordrhein-westfälischer Hand war die AK30 der Damen. Die den WSC bisher dominierende Mayke setzte sich hier in 1:21:29 knapp vor Silke Röhr und Gloria Löbbert (beide 1:21:30) durch. Ein tolles Rennen zeigte auch Esther, die bis zum Schluss die siebenköpfige Spitzengruppe halten konnte, lediglich die noch feuchte und damit rutschige letzte Kurve hielt sie davon ab ernsthaft mitzusprinten und so kam sie in 1:21:39 auf einen tollen 7. Platz!
Bei den AK30ern der Herren musste Alex mit Rang 5 (1:11:03) zufrieden sein, hier setzte sich Sebastian Rhese aus Lübeck in 1:09:24 von seinen vier Verfolgern ab. Weitere Düsseldorfer Platzierungen unter den Top 20: Björn 9. in 1:14:06, Peter 11. in 1:14:07, Flo 15. in 1:18:11, Dirk 17. in 1:18:14. Komplettiert wird das große Feld mit Claus als 28. in 1:25:08, dann Michael (1:28:30), Sebastian (1:28:30), Bruce (1:30:53) und Ekki (1:31:27) auf den Plätzen 31-34.

Ihr hätte ich den Sprung aufs Treppchen sehr gegönnt aber leider blieb für Ellen in 1:27:24 nur der etwas undankbare 4. Platz in der AK40. Leicht abgesetzt hatten sich hier drei Skaterinnen und es gewann in 1:25:31 Gabrielle Breunig aus Neu-Ulm. In der Herren AK 40 ging der Titel mit Jörg Wecke nach Lübeck der sich in 1:16:37 im Spurt einer großen Gruppe durchsetzte. Knapp dahinter Stefan (15. in 1:16:54) und auf Rang 51. dann Klaus (1:29:44) sowie Lars als 60. in 1:36:29.

In der Damen AK50 setzte sich Dorothea Lorenz aus Mönchengladbach in 1:39:31 durch, nur 13 Sekunden dahinter konnte sich aber Marion die Bronzemedaille sichern! Bei den Herren der AK50 fehlte ein Düsseldorfer Starter, hier ging der Titel in 1:19:51 an Raimund Scheuerer aus Regensburg.

Dafür hatten wir aber 2 Starter in der Herren AK60. Fred belegte Rang 6 in 1:34:41 gefolgt  von Manfred der sich in 1:38:42 den 8. Platz sicherte, Sieger hier Christian Strübe in 1:28:33 aus Bochum.  

EDIT: fast vergessen, in der 3er Vereinsteamwertung sind wir sowohl bei den Damen (Esther, Eva, Ellen) als auch bei den Herren (Alex, Björn, Andi) auf den 2. Platz gekommen!  

So weit zu den Ergebnissen, jetzt kommen die Erlebnisse ;-)

Michael fand es ja schon ein wenig ergreifend als die Nationalhymne ertönte, einigen AK30 Startern schlug das aber seinen Erzählungen nach wohl auf die Blase, sie mussten in die Büsche...und den Helm liessen sie dabei auch noch auf ;-) sehr beeindruckt war er auch von einem riesigen Kuhfladen auf dem Deich und dem noch riesigeren Angebot des Duisburger Flohmarktes den sie durchrollen durften, ansonsten fand er die Zuschauerresonanz auch ziemlich gut und war beeindruckt, dass in Duisburg schon um 9 Uhr morgens gegrillt wird Smile

duisburg1.jpg

Helm ab zur Hymne... Foto: © Steven Zimmermann 

...und Gerry fand das Rennen aus dem Breitensportblock heraus super!
Das Wetter war optimal, er hat ab Km 20 eine klasse Gruppe gefunden, das ganze Rennen hat richtig Spaß gemacht und dann ist er handgestoppt sogar Bestzeit gefahren ca. 1:35...ähmmm ja, nur wo ist seine genaue Zeit??? Irgendwie auf der Strecke geblieben...Chip defekt? Matte kaputt? Wer weis...ich bin gespannt, ob Datenservice Frielingsdorf sie noch ausfindig macht...

Unser Buschi machte sich insgeheim ja doch bestimmt ein paar Hoffnungen und daher kommt sein Bericht auch direkt aus der AK40 Herrenspitze:
"da ja durch die Startaufstellung bzw. die Abfolge der verschiedenen Starts (Gott-sei-Dank!) ein frühes Aufschließen auf die AK 30 ausgeschlossen worden war (anders als bei den AK30-Herren, wo einzelne den sehr knappen Abstand unsportlicherweise dazu nutzten, um frühzeitig zu den aktiven Herren auf- und mitzufahren!), lief es auf den ersten Kilometern zwar durchaus zügig, aber relativ rund und harmonisch. Erst als die ersten 10-12 km gelaufen waren und die ersten Kopfsteinpflaster-Passagen anstanden, kam ein wenig Unruhe auf, da jeder vermeiden wollte, dass man wohlmöglich Opfer einer Flucht nach vorne im "Pierloot-Stil" werden könnte. Dort - wie auch bei diversen anderen Gelegenheiten - tat sich speziell Jörg Wecke immer wieder hervor und versuchte das Feld "kleinzufahren". Die letzten 20-25 Fahrer der ursprünglich sicherlich über 30-köpfigen Spitzengruppe wurden dann zwar im Verlaufe des Rennens schneller, blieben aber zusammen. Als es jedoch auf die letzten Kilometer ging und die Gruppe immer wieder in zwei Zügen nebeneinander her fuhr (da sich natürlich jeder eine gute Ausgangsposition für den wohlmöglich entscheidenen Ausreißversuch auf den letzten 1000-2000 Metern sichern wollte), überholte uns plötzlich auf der linken Seite das Schiedsrichter-Begleit-Motorrad der Spitzengruppe der Damen mit John Gerhards an Bord. Dieser (bzw. sein Fahrer) fuhr bei dem Versuch Platz für das Überholen der Spitzengruppe der Damen zu schaffen teilweise äußerst dicht neben den AK-40er Herren her und schrie dabei unvernehmliche Dinge in die Gruppe. Durch diese Aktion kam soviel Unruhe auf, dass es neben diversen Beschimpfungen in Johns Richtung auch zu einem Sturz kam. Nachdem die Herrengruppe wieder richtig Tempo aufgenommen hatte, wurden die Damen jedoch wieder überholt und die AK40er konnten die letzten Kilometer ohne weitere Behinderungen in Angriff nehmen. Auf der letzten langen Geraden kam es wie immer zu einer deutlichen Tempoverschärfung, da jedem klar war, dass auf den letzten 1000 Metern auf Grund der nach-wie-vor nassen Straßen um die MSV-Arena herum kaum noch Überholmanöver möglich sein würden.
Da ich persönlich leider mit der nassen Straße in Verbindung mit meinen neuen Matter-Rollen keinen Druck mehr aufbringen konnten, fuhren mir die besten 14 leider davon, so dass ich auf der letzten Gerade nur noch verhindern konnte, nicht von hinten durch nachfolgende Fahrer geschluckt zu werden. An der Spitze konnte sich verdienter Weise Jörg Wecke durchsetzen.
Alles in allem habe ich mich zwar rückblickend etwas geärgert, dass ich nicht schon viel früher im Verlaufe des Rennens mit versucht habe, dass Feld durch Ausreißversuche zu dezimieren, bin aber dennoch mit dem 15. Platz - angesichts der Verhältnisse - durchaus zufrieden."

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Hoppla...welcher Teppichverleger war denn da im Einsatz?... Foto: © Norbert Hartig  

Weitere Eindrücke jetzt von einer, die aufs Treppchen kam ;-) Marion fuhr sich erst am Mittelrhein warm, um dann in Duisburg zuzuschlagen:

"Gut in Ddorf angekommen schnell noch nach Meerbusch und ins Bett, denn auch ich wollte in Duisburg starten. Kaum geschlafen klingelt der Wecker. Erst mal die Gedanken richten und es geht los. Aufgrund der Schmerzen in den Füssen habe ich mich für die 90er Rolle entschieden, schnell noch die kleinen Reifen aufziehen. Voller Konzentration nach Duisburg. Unterlagen holen Skates an und ab in den Block. Wieder kaum eingefahren, was ich aber nicht für so nötig hielt, da der MRM ja gerade zu Ende war. Kurze Absprache und Koordination mit den Damen im Block. Dann gings am wie am laufenden Band ein Start nach dem anderen. Schnell hat sich die Gruppe gefunden. Ak 50 sind ja nicht all zu viele, aber jede Dame ist eine Konkurrenz. In Gegensatz zum MRM war die Gruppe in Duisburg sehr harmonsich. Gute Koordination der Gruppe, die Wechsel waren fliegend. Auch in Duisburg sah es erst nicht so gut mit dem Wetter aus. Doch die Sonne war den Skatern wieder gut gesonnen. Bis auf eine Baumallee und dem letztem Stück kurz vor dem Zieleinlauf war die Strecke trocken. Ständig habe ich auf meinen Körper geachtet, ob irgend welche Sienale kommen, aufgrund des Vortages. Es fühlte sich alles gut an. Mit meinem Fuß gings besser und ich konnte gut in der Gruppe mitfahren. Ab etwa km 30 haben wir Ak 30 u. 40 eingesammelt. Wir mussten darauf achten, das sich unsere Gruppe nicht  zu sehr mit den anderen Ak Damen vermischte.  Die Absicht zum Endspurt anzusetzten, wurde nach der vorletzten Kurve gekippt. Das schlechteste Stück im Duisburg Marathon (außer der Fußgängerzone) mit echt rauem Asphalt war unter einer Baumalle und mit Schmierseife ordentlich getränkt. Plötzlich verteilten sich alle auf der gesamten Straßenbreite und Jeder versuchte über dieses Stück ohne Sturz zu kommen.Leider vermischt sich da das Feld und ich konnte nicht den Entspurt mit D. Lorenz fahren, wie ich es geplant hatte. Aber glücklich ohne Sturz 2 Marathons hintereinander geschaft zu haben. und dann noch mit Platzierung. Leider wie immer nur der 3.Platz in Duisburg. Es war Spitze und der Beweis man kann 2x ;-) Duisburg hatte für  mich einen hohen Funfaktor. Jede von meiner AK war glücklich über unsere Teamarbeit. Duisburg bekannt durch seinde guten Masseure, gute Atmosphäre im Stadion und super Wetter am Nachmittag."

Tja und dann sind da noch die Dramen, die den Sport so interessant machen...Lars z.B. war quasi auf dem Weg zum Meistertitel aber dann war ihm doch etwas wichtiger...aber lest selbst:

"Duisburg und wie ein Autoschlüssel ein gutes Ergebnis verhindert
Da starte ich mal wieder bei der Marathon DM. Ging es 2006 auf dem Nürburgring nur ums durchkommen, wollte ich in Duisburg mal wieder ne vernünftige Zeit fahren. Der AK 40 Startblock ist gut gefüllt, aber außer Klaus ist kein Düsseldorfer zu sehen. Wir sinnieren ob es nicht besser gewesen wäre in die AK30 hochzumelden, da gibt’s reichlich Düsseldorfer Teamkollegen. Es sollten in der AK40 aber ein paar Kollegen dabei sein mit denen man unter 1:30 fahren kann. Beim Start bin ich noch gut drauf und kann mit dem Block ganz gut starten, aber nach ein paar Kilometern kann ich dann doch nicht  mehr mithalten. Zum Glück gibt’s doch noch ein paar AK40 Kollegen und es gesellen sich noch ein paar aus der AK50 dazu. Mit dieser Gruppe läuft es ganz gut und wir sind auf 1:30 Kurs. Dann müssen sich ein paar Pfeifen aus der Gruppe an die Führenden AK 40  Frauen hängen die uns gerade überholen. Da mache ich nicht mit und bleibe in der Gruppe. Bei Km 24 und für Duisburgverhältnisse besserem Asphalt passiert hinter mir ein Sturz. Mein Hintermann hat nichts Besseres zu tun als sich an meinem Trinkgurt festzukrallen. Ich habe noch einen sicheren Stand und kann ohne Sturz weiter skaten. Die 'Klette' konnte ich auch abschütteln, da mein Trinkgurt offensichtlich eine Sollbruchstelle hat. Soweit die guten Nachrichten. Dummerweise ist in dem Trinkgurt mein Autoschlüssel  und den brauche ich ja noch. Also anhalten, zurückskaten und Gurt reparieren. Wir kümmern uns noch um die gestürzten, denen es aber soweit gut geht. Als wir uns zum weiterfahren entschließen sind 3 Minuten beim Teufel und meine Motivation auch. Da wir nur noch zu dritt sind schlage ich vor gemütlich zu Ende zu skaten. Irgendwann hängen wir uns an die eine Breitensportgruppe die Zeitweise tüchtig Gas geben. Aber ich habe keine Lust mehr mich so zu hetzen und lasse die ziehen. Zusammen mit einem anderen Nachzügler fahren wir dann zu Ende. Kurz vor dem Ziel überholt mich Fred. Ich hatte mich die ganze Zeit schon gefragt wann der endlich kommt. Im Ziel wird der kleine Frust unsportlich mit ein paar Bier bekämpft. In Zukunft muss ich für den Autoschlüssel ein Schweißgeschütztes Plätzchen am Körper finden um den Trinkgurt wegzulassen" ;-)


So, dass war jetzt aber mal ein (hoffentlich nicht zu) langer Bericht und mein besonderer Dank geht an Lars, Buschi, Gerry, Michael und Marion für ihre Impulse!

Fotos bei SD

Fotoalbum Steven Zimmermann   

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